Die Geschichte der Perserteppiche und die Hintergründe der Entstehung ihrer Muster

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Bereits seit der Antike wurden im Iran Filzteppiche, flachgewebte Teppiche, Knüpf- und Stickteppiche hergestellt. Nach Auffassung einiger Spezialisten sind die Belege für lang- und kurzflorige Teppiche im Iran, also Knüpfware, die mit Tierfiguren und anderen Mustern geschmückt waren, im 3. Jahrhundert v. Chr. ausreichend und glaubhaft. Berühmt ist der archäologische Fund des Knüpfteppichs in einem Skythengrab in Pazyryk in Zentralasien, der bisher aber alleinsteht. Iranische Teppiche sind ohne Zweifel eine der bemerkenswertesten Äußerungen der Kunst und der Kultur und ihre Herstellung geht weit in die Vergangenheit des alten Iran zurück. Die Teppichornamente haben sich schrittweise über Jahrtausende im Rhythmus einer uralten Kultur fortentwickelt und einzigartige und kostbare Beispiele hinterlassen, die von hohem Kunstsinn und großer Fertigkeit zeugen. Obwohl es Belege dafür gibt, dass Teppiche eine sehr alte Tradition im Iran haben, wurden sie aber erst berühmt, als die großartigen persischen Teppiche des 16. und 17. Jahrhunderts, des so genannten klassischen Zeitalters, auch im Westen bekannt wurden. Die Teppiche dieser Zeit zeichneten sich durch besonders anspruchsvolle Muster und technische Perfektion aus.

In diesem Vortrag wird über die persischen Teppiche und dessen Entwicklung vom Anfang bis zum Ende der Safawidenzeit berichtet.

Referentin: Frau Simin Afsharnia