Entwicklung von wandertouristischer Infrastruktur – 20 grüne Hauptwege® Berlin

20 Grüne Hauptwege® Berlins – ein Projekt des Senates von Berlin, entwickelt gemeinsam mit BUND und FUSS e.V. in den Jahren 2005/2006 hat zum Ziel die Stadt auch für den Wandertourismus attraktiv zu machen und über ein markiertes Wegesystem – Berlin auch von einer anderen Seite zu zeigen – Parkanlagen, historische Friedhöfe, Gewässer, Naturschutz-, Landschaftsschutzgebiete und Kleingärten zeigen die abwechslungsreiche durch zwei Eiszeiten geprägte morphologische Struktur der Stadt mit vielen Naturerlebnispotentialen! Im Rahmen des Vortrages werden einige wandertouristische Highlights Berlins vorgestellt und gezeigt wie durch überwiegend bürgerlichen Engagement aus einer Idee Realität und Basis für die weitere touristische Erschließung Berlins insbesondere der Außenbezirke wird!

Referent: Herr Dr. Habil Frank Riesbeck


Archäologie und Awesta. Überlegungen zur iranischen Ethnogenese

Im östlichen Iran und im südlichen Mittelasien sind am Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. kaum noch Gräber im archäologischen Befund nachweisbar. Dies steht in deutlichem Kontrast zu den gleichzeitig in den Nachbarregionen belegten umfangreichen Grabfunden und unterscheidet sich auch deutlich von den vorangegangenen Zeitperioden, die durch einen z.T. sehr aufwendigen Bestattungskult gekennzeichnet waren. Inwieweit dieser Grabausfall mit dem im Awesta beschriebenen Gräberverbot verbunden werden kann, soll in dem Vortrag thematisiert werden.

Referent: Dr. Mike Teufer          


Schnell wachsende Städte im Iran, ihre geo-ökologische Situation 

Die permanenten weltumspannenden Veränderungen innerhalb unserer Umwelt sind die Konsequenz des exponentiell ansteigenden Wachstums der Weltbevölkerung und der Globalisierung. Es liegt nahe, dass ein großer Anteil der Weltbevölkerung in Zukunft versuchen wird, in den Städten zu leben, um einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Mit der Umwandlung dieser Lebensräume im heutigen Iran befasste sich der Vortrag von Dr. Habil Mohsen Makki.

 

Referent: Dr. Habil Mohsen Makki


Zwischen Geschichte und Kulturgeschichte – Pioniere archäologischer Forschung im Iran

Iran – das Land der Elamer, Achaemeniden, Sassaniden. Jeder Perser kennt Pasargadai und Persepolis und die Namen von Kourosh und Darius und ist stolz auf die iranische Vergangenheit.

Wir kennen diese Vergangenheit aus archäologischen Ausgrabungen in zahlreichen Ruinenstätten in Iran, die seit mehr als hundert Jahren von ausländischen und iranischen Wissenschaftlern durchgeführt werden.

Die Anfänge der archäologischen Forschungen liegen im 19. Jahrhundert, als die Wissenschaft Archäologie selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Die frühen Forschungen waren Abenteuer und Wissenschaft zugleich, und ihr Erfolg oder Misserfolg hing nicht nur vom Finderglück, vom Geschick und Talent der Wissenschaftler ab, sondern von zahlreichen Randbedingungen: den Finanzen, dem Wohlwollen der Machthaber und den diplomatischen Konstellationen. Diese Verbindung von Forschung und Zeitgeschichte wird sich der Vortrag darstellen und diskutieren.

 

Referentin: PD Dr. Barbara Helwing