Die persischen Gärten: Inspiration für Morgenland und Abendland

Die persischen Gärten: Inspiration für Morgenland und Abendland Persische Gärten sind schon früh in der vorislamischen Zeit im Zusammenhang mit den ausgefeilten unterirdischen Bewässerungsanlagen ‚Ghanat‘ als Bestandteil der Baukunst im vorderasiatischen Raum und als kulturelle Leistung anerkannt worden. Der Begriff für solche Gartenanlagen war Paridaeza, was zum Synonym für „Paradies“ wurde, ein Treffpunkt der Engel.

Die Beschreibungen des Paradieses – später auch im Islam – sind mannigfaltig. Es ist der Ort vollkommener Bedürfnisbefriedigung, wo die Freuden und das Schöne zu finden sind. Alle sinnlichen Wonnen werden dort auf das Vorzüglichste gestillt.

Zum einen bieten die Gärten und die Pracht der Pflanzen und Blumenwelt Inspiration für die kostbaren Teppiche, deren Ursprünge auch in diesem Raum zu verorten sind. Zum anderen wurden sie zum Vorbild für Gartenanlagen in weiten Teilen Asiens, z.B. in Indien und haben über die Ausbreitung des Islams ihren Weg über Spanien bis nach Europa gefunden.

Referent: Frau Dr. Parto Teherani-Krönner


Entwicklung von wandertouristischer Infrastruktur – 20 grüne Hauptwege® Berlin

20 Grüne Hauptwege® Berlins – ein Projekt des Senates von Berlin, entwickelt gemeinsam mit BUND und FUSS e.V. in den Jahren 2005/2006 hat zum Ziel die Stadt auch für den Wandertourismus attraktiv zu machen und über ein markiertes Wegesystem – Berlin auch von einer anderen Seite zu zeigen – Parkanlagen, historische Friedhöfe, Gewässer, Naturschutz-, Landschaftsschutzgebiete und Kleingärten zeigen die abwechslungsreiche durch zwei Eiszeiten geprägte morphologische Struktur der Stadt mit vielen Naturerlebnispotentialen! Im Rahmen des Vortrages werden einige wandertouristische Highlights Berlins vorgestellt und gezeigt wie durch überwiegend bürgerlichen Engagement aus einer Idee Realität und Basis für die weitere touristische Erschließung Berlins insbesondere der Außenbezirke wird!

Referent: Herr Dr. Habil Frank Riesbeck


Archäologie und Awesta. Überlegungen zur iranischen Ethnogenese

Im östlichen Iran und im südlichen Mittelasien sind am Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. kaum noch Gräber im archäologischen Befund nachweisbar. Dies steht in deutlichem Kontrast zu den gleichzeitig in den Nachbarregionen belegten umfangreichen Grabfunden und unterscheidet sich auch deutlich von den vorangegangenen Zeitperioden, die durch einen z.T. sehr aufwendigen Bestattungskult gekennzeichnet waren. Inwieweit dieser Grabausfall mit dem im Awesta beschriebenen Gräberverbot verbunden werden kann, soll in dem Vortrag thematisiert werden.

Referent: Dr. Mike Teufer          


Schnell wachsende Städte im Iran, ihre geo-ökologische Situation 

Die permanenten weltumspannenden Veränderungen innerhalb unserer Umwelt sind die Konsequenz des exponentiell ansteigenden Wachstums der Weltbevölkerung und der Globalisierung. Es liegt nahe, dass ein großer Anteil der Weltbevölkerung in Zukunft versuchen wird, in den Städten zu leben, um einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Mit der Umwandlung dieser Lebensräume im heutigen Iran befasste sich der Vortrag von Dr. Habil Mohsen Makki.

 

Referent: Dr. Habil Mohsen Makki


Zwischen Geschichte und Kulturgeschichte – Pioniere archäologischer Forschung im Iran

Iran – das Land der Elamer, Achaemeniden, Sassaniden. Jeder Perser kennt Pasargadai und Persepolis und die Namen von Kourosh und Darius und ist stolz auf die iranische Vergangenheit.

Wir kennen diese Vergangenheit aus archäologischen Ausgrabungen in zahlreichen Ruinenstätten in Iran, die seit mehr als hundert Jahren von ausländischen und iranischen Wissenschaftlern durchgeführt werden.

Die Anfänge der archäologischen Forschungen liegen im 19. Jahrhundert, als die Wissenschaft Archäologie selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Die frühen Forschungen waren Abenteuer und Wissenschaft zugleich, und ihr Erfolg oder Misserfolg hing nicht nur vom Finderglück, vom Geschick und Talent der Wissenschaftler ab, sondern von zahlreichen Randbedingungen: den Finanzen, dem Wohlwollen der Machthaber und den diplomatischen Konstellationen. Diese Verbindung von Forschung und Zeitgeschichte wird sich der Vortrag darstellen und diskutieren.

 

Referentin: PD Dr. Barbara Helwing


Durchführung von Exkursionen im Iran

Im Rahmen der Humboldt-Exkursionen wurde im September 2009 eine Reise mit den Schwerpunkten Geologie und Stadtentwicklung unter der Leitung von Dr. Mohsen Makki durchgeführt.


Ferdossi und sein 1000 jähriges “Shahnameh”

Iranisch-Deutsches Symposium

Ferdossi und sein 1000 jähriges “Shahnameh”- Ein Beitrag Irans zur epischen Weltliteratur

 

Mai 2010 in Berlin

Vor 1.000 Jahren wurde das „Shahnameh” (Buch der Könige) von dem persischen Dichter Ferdossi fertiggestellt. Aus diesem Anlass werden wir eine Tagung und Kulturveranstaltung in Berlin durchführen. Der Dichter Abul I-Kasim Ferdossi (andere Schreibweise: Firdausi) ist einer der bedeutendsten iranischen Dichter und Epiker. Mit dem Buch „Schahname“ (Buch der Könige), seinem wichtigsten Werk, hat er eines der umfangreichsten Epen der Weltliteratur geschaffen. Das „Schahnameh“ bietet einen Rückblick in die iranische Geschichte und spannt den Bogen bis in die Zeit der Sassaniden, die Zeit vor der Islamisierung Irans.

In der Bedeutung ist es vergleichbar mit dem „Nibelungenlied“ und den Werken Homers, der „Ilias“ und der „Odyssee“. Das „Schahname“ mit seinen über 60.000 Doppelverse ist das erste und immer noch eindrucksvollste Werk der iranischen Nationalliteratur und bildete eine wichtige Grundlage für Erhalt und Entwicklung des Neupersischen.

Aus dem genannten Anlass plante der „Deutsch Iranische Freundschaftsverein“ (Berlin) zusammen mit der „Ferdowsi Foundation“ (Teheran) eine gemeinsame Veranstaltung in Mai 2010 in Berlin.

Durch Vorträge über den Dichter Ferdossi und sein Werk und die künstlerische Darstellung von Teilen seines Werkes „Shahnameh“ möchten wir dem Publikum einen Eindruck geben von der persischen Kultur und der Wirkung, die heute noch von Ferdossis Werk „Shahnameh“ ausgeht. Diese Wirkung beschränkt sich nicht auf den Iran, sondern bezieht auch die Länder ein, in denen die persische Sprache eine wichtige Rolle spielt wie Afghanistan und Tadschikistan.

Neben Vorträgen einer Reihe von Wissenschaftlern (Iranistik, Literaturwissenschaft, Geschichte) aus dem In- und Ausland wird ein Rezitator Verse aus dem „Shahnameh“ vortragen. Anschließend werden verschiedene Künstler klassische persische Musik und Folklore aufführen.

Der Zweck dieser Veranstaltung ist es, die Bedeutung Ferdossis für die persische Kultur zu würdigen und sein Werk auch über den Kreis der in Berlin lebenden Iraner hinaus bekannt zu machen und damit einen Beitrag zum Dialog der Kulturen zu leisten.

Moderation: Prof. Dr. Kanani

Referenten:

  • Prof. Dr. Marzolph, Universität Göttingen, Islamwissenschaften
  • Dr. Fereydoun Joneidi, Vorsitzende der Neyshapour-Stiftung in Teheran
  • Dr. Bijan Gheiby, Universität Bielefeld, Iranistik
  • Dr. Asadolah Habib, aus Afghanistan, Literaturwissenschaften
  • Dr. Ravshan Rahmonov, aus Tadschikistan, Literaturwissenschaften

Kulturelles Rahmenprogramm

Iranische Musik: Banu Ensemble

Rezitator: Frau Sadeghi Naeini, Verse aus dem Schahnameh

Freitag, 28.05.10, 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Kleiner Saal im Konzerthaus Berlin, am Gendarmenmarkt.


Nachhaltigkeitspolitik – Umweltkooperation

Zivilgesellschaftliche Problemlösungsstrategien in der Nachhaltigkeitspolitik und Umweltkooperation.
Die Teilnahme des Vereins an der Tagung im Iran für “Sozial-Ökologische Probleme der schnell wachsenden Städte im Iran”.

Die Teilnahme des Vereins an der Tagung im Iran für "Sozial-Ökologische Probleme der schnell wachsenden Städte im Iran".


Geoarchäologie


Jugend im Dialog – Austausch der Kulturen

Die Begegnungen der Schüler aus Iran und Deutschland findet statt im Rahmen des Projekts Jugend im Dialog – Austausch der Kulturen. Die Projekttätigkeit wird gefördert durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland.

Im Rahmen dieses Projekts fanden gegenseitige Besuche von iranischen und deutschen Schülern und Jugendlichen im Gastland statt. Neben gemeinsamen Treffen wurden auch Praktika absolviert und ein Kindertheateraustausch gestaltet. Ergänzend fand ein iranisch-deutsches Lehrerseminar statt. Die Projekttätigkeit wurde gefördert durch das Auswärtige Amt. „Jugend im Dialog – Austausch der Kulturen“, so hieß das Austauschprojekt, das die Königin-Luise-Stiftung, eine Berliner UNESCO-Projekt-Schule, ins Leben gerufen hat. Ziel des Projektes ist der Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus durch das Kennenlernen und Erfahren anderer Kulturen. Ein in Europa nahezu einzigartiges Projekt stellt dabei das Austauschprogramm mit der Islamischen Republik Iran dar.

Jugend-im-Dialog