Die persischen Gärten: Inspiration für Morgenland und Abendland

Die persischen Gärten: Inspiration für Morgenland und Abendland Persische Gärten sind schon früh in der vorislamischen Zeit im Zusammenhang mit den ausgefeilten unterirdischen Bewässerungsanlagen ‚Ghanat‘ als Bestandteil der Baukunst im vorderasiatischen Raum und als kulturelle Leistung anerkannt worden. Der Begriff für solche Gartenanlagen war Paridaeza, was zum Synonym für „Paradies“ wurde, ein Treffpunkt der Engel.

Die Beschreibungen des Paradieses – später auch im Islam – sind mannigfaltig. Es ist der Ort vollkommener Bedürfnisbefriedigung, wo die Freuden und das Schöne zu finden sind. Alle sinnlichen Wonnen werden dort auf das Vorzüglichste gestillt.

Zum einen bieten die Gärten und die Pracht der Pflanzen und Blumenwelt Inspiration für die kostbaren Teppiche, deren Ursprünge auch in diesem Raum zu verorten sind. Zum anderen wurden sie zum Vorbild für Gartenanlagen in weiten Teilen Asiens, z.B. in Indien und haben über die Ausbreitung des Islams ihren Weg über Spanien bis nach Europa gefunden.

Referent: Frau Dr. Parto Teherani-Krönner